Thema E-Bike
Warum ich (voraussichtlich) kein E-Bike fahren werde: 14 Gründe gegen den E-Bike-Wahnsinn
Seit ein paar Jahren begegnen mir nur noch "Pedelecker". Bin ich etwa der letzte Radfahrer? 😮 Nein! Bei der Tour de France gibt es noch einige Radfahrer, die allerdings keine Chancen haben: Rentner auf E-Bike gewinnt 10. Etappe der Tour de France
Natürlich hatte ich mich auch schon mal mit dem Thema E-Bike befasst, aber nicht nur wegen der ernüchternden Kosten-Nutzen-Rechnung bald wieder verworfen.
Der Nutzen besteht bekanntlich darin, daß man schneller, weiter und mit weniger Krafteinsatz fahren kann. Wenn Berufstätige das Auto stehen lassen, um mit dem E-Bike zur Arbeit zu fahren, wo sie nicht verschwitzt ankommen möchten, macht das ja durchaus Sinn. Früher fuhren sie Mofa oder Moped, heute halt E-Bike, die neue "Sportlichkeit" ergibt sich aus dem Umstand, dass man zumindest die Pedalen drehen muss, um nicht stehenzubleiben und umzukippen.
Die Kondition lässt allerdings schnell nach. Das würde man natürlich nur merken, wenn man mal wieder auf ein echtes Fahrrad ohne Hilfsmotor steigt - aber welcher E-Biker macht das schon?
Die jährlichen Kosten für ein E-Bike liegen zwischen 500 und mehr als 1.000 Euro, nur durch Wertverlust und Akkuverschleiß. Bei einem 2.000-Euro-Rad sind das nach einem Jahr so ca. 600-800 Euro.
Am günstigsten fährt also, wer sein E-Bike möglichst lange (mehr als 5 Jahre) nutzt - dann kommt man bei einem 2.000-Euro-Rad aber auf jährliche Kosten von bestenfalls 500 Euro für Wertverlust bei 3 bis 4 Akkus. Ob man aber nach zwei Jahren noch einen neuen Akku für sein "altes" E-Bike bekommt, ist fraglich.
Die von den Herstellern angegebenen Reichweiten sind so realistisch, wie die Verbrauchsangaben der Autohersteller. Bei den angegebenen möglichen Akku-Ladezyklen wird auch gnadenlos übertrieben. Ein 500-Euro-Akku hält selbst bei optimaler Pflege selten länger als zwei Jahre durch, pro Jahr kostet also allein der Akku (Abschreibung) rund 250 Euro. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 1.000km kostet dann jeder gefahrene Kilometer 25 Cent, wenn der Wertverlust des Rades mit einbezogen wird, locker das Doppelte.
Gelegentlich brennt so ein Akku auch schon mal unter großer Hitzeentwicklung ab, was dann üblicherweise einen Feuerwehreinsatz auslöst. Offensichtlich ist die Akkutechnik also noch nicht ausgereift.
